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Fachkräftemangel in Österreich: Die aktuellen Zahlen
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Laut WKÖ-Arbeitskräfteradar 2025 (rund 2.500 befragte Betriebe) fehlt 78 % der österreichischen Unternehmen passendes Personal – 53,5 % spüren den Mangel stark bis sehr stark. Am stärksten betroffen sind Tourismus (88,8 %) und Industrie (rund 52 %). Gleichzeitig sind über 375.000 Menschen arbeitslos gemeldet: Der Mangel ist vor allem ein Passungs- und Qualifikationsproblem.
Wie groß ist der Mangel wirklich?
Der WKÖ-Arbeitskräfteradar 2025 (durchgeführt vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft, Stand August 2025) ist die breiteste Erhebung zum Thema in Österreich. Das zentrale Ergebnis: 78 % der befragten Betriebe finden nicht ausreichend passendes Personal.
- 53,5 % der Betriebe spüren den Mangel stark bis sehr stark.
- Gleichzeitig sind über 375.000 Personen arbeitslos gemeldet – der Mangel ist damit vor allem ein Qualifikations- und Passungsproblem, kein reines Mengenproblem.
- Der Bundesrechnungshof bezifferte in seiner Bestandsaufnahme (2024) den Mangel branchenübergreifend und über alle Qualifikationsstufen hinweg.
Einordnung
Dass Fachkräftemangel und hohe Arbeitslosigkeit nebeneinander bestehen, ist kein Widerspruch: Offene Stellen und verfügbare Qualifikationen passen regional und fachlich oft nicht zusammen.
Welche Branchen und Berufe trifft es am stärksten?
Der Mangel ist ungleich verteilt. Besonders angespannt sind personenbezogene und technische Branchen.
- Tourismus: 88,8 % der Betriebe melden Personalengpässe – der höchste Wert.
- Industrie: rund die Hälfte der Unternehmen ist betroffen (48,1 % stark).
- Häufigste Mangelberufe laut Nennungen: Köch:innen, Verkaufspersonal, Fahrer:innen, Elektro-/Energietechnik, Restaurantfachkräfte und IT-Fachkräfte.
Was der Mangel Unternehmen kostet
Unbesetzte Stellen bleiben nicht folgenlos – sie bremsen Umsatz, Innovation und Wachstum.
- 57 % der Betriebe müssen Aufträge ablehnen oder reduzieren.
- 47,5 % bremsen Innovationen wegen fehlenden Personals.
- 27,2 % sehen sich sogar existenziell bedroht.
Was gegen den Mangel hilft
Bei diesem Angebots-Nachfrage-Verhältnis reicht das klassische Inserat nicht mehr. Wirksam sind eine aktive, direkte Ansprache passiver Kandidat:innen, eine glaubwürdige Arbeitgebermarke, kurze Auswahlprozesse und die Bindung vorhandener Mitarbeitender.
Häufige Fragen
Die WKO nennt für 2025 eine Größenordnung von rund 176.000 gesuchten Fach- und Arbeitskräften; im April 2024 waren es nach früheren Erhebungen rund 193.000. Die genaue Zahl schwankt je nach Methodik und Konjunktur.
Weil offene Stellen und verfügbare Qualifikationen fachlich und regional oft nicht zusammenpassen. Der Mangel ist damit primär ein Passungsproblem.
Der Tourismus: Laut WKÖ-Arbeitskräfteradar 2025 melden dort 88,8 % der Betriebe Personalengpässe.
Quellen
Die genannten Zahlen stammen aus den jeweils zitierten Studien (Stand 2024/2025). Wir fassen sie nach bestem Wissen zusammen; für Details und Methodik gelten die verlinkten Originalquellen.
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