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Kennzahlen & Prozess

Cost-per-Hire

Auch: Cost per Hire · Kosten pro Einstellung

Cost-per-Hire sind die durchschnittlichen Gesamtkosten einer Einstellung: interne und externe Aufwände geteilt durch die Zahl der Einstellungen. Sie umfassen u. a. Inserate, Tools, Personalzeit und Dienstleisterhonorare.

Das Wichtigste in Kürze

  • Formel: (interne Kosten + externe Kosten) geteilt durch die Zahl der Einstellungen im Zeitraum.
  • Externe Kosten sind z. B. Stelleninserate, Personalberatung, Tools; interne Kosten vor allem die Arbeitszeit der Beteiligten.
  • Cost-per-Hire ist nur zusammen mit Qualität und Retention aussagekräftig.
  • Eine günstige Besetzung, die rasch wieder kündigt, ist am Ende teuer.

Wie wird Cost-per-Hire berechnet?

Cost-per-Hire (Kosten pro Einstellung) fasst alle Aufwände zusammen, die nötig waren, um eine Stelle zu besetzen, und teilt sie durch die Zahl der Einstellungen in einem Zeitraum. Die Grundformel lautet: interne Kosten plus externe Kosten, geteilt durch die Anzahl der Einstellungen.

  • Externe Kosten: Stelleninserate und Jobbörsen, Honorare von Personalberatung oder Vermittlung, Software und Assessments, Reise- oder Umzugskosten.
  • Interne Kosten: Arbeitszeit von Recruiting, Führungskräften und Fachabteilung, anteilige Kosten für Recruiting-Team und -Tools.

Ein Rechenbeispiel

Angenommen, ein Unternehmen besetzt in einem Quartal fünf Stellen. Die externen Kosten (Inserate, ein Vermittlungshonorar, Tools) betragen zusammen 18.000 EUR, die intern aufgewendete Arbeitszeit wird mit 7.000 EUR angesetzt. Cost-per-Hire = (18.000 + 7.000) geteilt durch 5 = 5.000 EUR je Einstellung. Diese Zahl macht Recruiting-Aufwände vergleichbar und budgetierbar.

Warum der reine Preis irreführt

Nicht nur der Preis zählt

Eine günstige Besetzung, die nach kurzer Zeit wieder kündigt, verursacht die Kosten ein zweites Mal. Cost-per-Hire sollte deshalb immer gemeinsam mit Qualität der Einstellung und Retention betrachtet werden.

Der niedrigste Cost-per-Hire ist selten das Ziel. Sinnvoller ist die Frage, welcher Kanal pro erfolgreich gebliebener Einstellung das beste Verhältnis aus Kosten, Geschwindigkeit (Time-to-Hire) und Qualität liefert.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Cost-per-Hire und Cost-per-Application?
Cost-per-Application misst die Kosten je eingegangener Bewerbung, Cost-per-Hire die Kosten je tatsächlicher Einstellung. Viele billige Bewerbungen können trotzdem zu einem hohen Cost-per-Hire führen, wenn kaum passende darunter sind.
Gehört das Gehalt der neuen Person in den Cost-per-Hire?
Nein. Cost-per-Hire erfasst nur die Kosten des Besetzungsprozesses, nicht das laufende Gehalt. Das Gehalt ist Teil der Beschäftigungskosten, nicht der Recruiting-Kosten.