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Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall in Österreich: Was Arbeitnehmer:innen wissen müssen

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Symbolbild zum Thema: Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall in Österreich: Was Arbeitnehmer:innen wissen müssen

In Österreich haben Arbeitnehmer:innen bei Krankheit Anspruch auf Entgeltfortzahlung, deren Höhe und Dauer sich nach der Betriebszugehörigkeit richten.

Anspruch auf Entgeltfortzahlung: Dauer und Unterschiede

In Österreich ist die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall gesetzlich geregelt. Die Dauer und Höhe des Anspruchs variieren je nach Länge des Dienstverhältnisses. Das Ziel dieser Regelung ist es, Arbeitnehmer:innen während eines Krankheitsfalls finanziell abzusichern.

Für eine Dienstzeit bis zu einem Jahr steht volles Entgelt für sechs Wochen zu, gefolgt von vier Wochen halbem Entgelt. Mit längerem Dienstverhältnis erhöht sich dieser Anspruch stufenweise auf bis zu zwölf Wochen volles Entgelt ab 25 Jahren Betriebszugehörigkeit.

Besondere Regelungen bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten

Zusätzlich zu den allgemeinen Krankheitsregelungen gibt es besondere Ansprüche bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten. Hier stehen Arbeitnehmer:innen acht Wochen volles Entgelt zu. Dieser Anspruch erhöht sich nach 15 Jahren ununterbrochener Betriebszugehörigkeit auf zehn Wochen.

Diese speziellen Regelungen verdeutlichen die Wichtigkeit des Arbeitsschutzes und die Anerkennung durch den Gesetzgeber, dass solche Erkrankungen eine andere Behandlung erfordern.

Verpflichtungen der Arbeitnehmer:innen und Nachweisfristen

Arbeitnehmer:innen sind gesetzlich verpflichtet, den Arbeitgeber unverzüglich über ihre Arbeitsunfähigkeit zu informieren. Ein ärztliches Attest kann ab dem ersten Krankheitstag verlangt werden, jedoch sehen viele Kollektivverträge eine Pflicht zur Vorlage erst ab dem vierten Tag vor.

Diese Regelung ermöglicht Arbeitgebern, den Krankheitsfall rasch zu überprüfen und gleichzeitig den Arbeitnehmer:innen eine gewisse Flexibilität bei kurzzeitigen Erkrankungen zu gewähren.

Nach der Entgeltfortzahlung: Anspruch auf Krankengeld

Nach dem Ablauf der Entgeltfortzahlungsperiode besteht für Arbeitnehmer:innen die Möglichkeit, Krankengeld von der Österreichischen Gesundheitskasse zu beziehen. Dieses muss jedoch vom Arbeitnehmer selbst beantragt werden.

Das Krankengeld ist eine wichtige Sicherung, die den Übergang von der Entgeltfortzahlung zum dauerhaften Krankenstand finanziell erleichtert.

Häufige Fragen

Die Dauer des vollen Entgelts hängt von der Dienstzeit ab und reicht von sechs bis zwölf Wochen.

Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und redaktionell geprüft.

Quellen

Dieser Beitrag gibt einen Überblick nach bestem Wissen (Stand: Juli 2026) und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte zu Arbeitsrecht und Kollektivverträgen erteilen die Arbeiterkammer und die zuständige Gewerkschaft.

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